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Wie finanziere ich mein Studium?

Ein Studium kostet Geld. Neben Unterkunfts- und Lebenshaltungskosten kommen Kosten für Versicherungen und Semesterbeitragsgebühren hinzu. Wenn die Eltern nicht ausreichend finanziell unterstützen können, kann das Bundesausbildungsförderungsgesetz helfen.

Ein Studienbeginn ist meist mit einer umfassenden Veränderung der Lebensumstände verbunden. Neben neuen Verantwortungen muss man sich auch mit neuen Ausgaben beschäftigen, vor allem aber muss man sein Studium finanzieren können. Sind Eltern nicht in der Lage, die Erstausbildung zu finanzieren, kann man einen Antrag beim Amt für Ausbildungsförderung stellen. Für die Stellung des Antrags sollte man sich Zeit nehmen und gründlich informieren, denn im Paragraphen-Dschungel gilt es erst einmal durchzublicken. Studierende haben einen Rechtsanspruch auf BAföG, wenn alle Voraussetzungen erfüllt sind. Diese sind im sogenannten Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) festgelegt. Im Jahr 2015 haben 259.097 Schüler und 611.376 Studierende BAföG bezogen.

BAföG-Anspruch nur bei Erstausbildung

Wer sich in seiner Erstausbildung befindet oder ein Vollzeit-Studium an einer Hochschule absolviert, hat grundsätzlich einen Anspruch auf BAföG, vorausgesetzt er ist nicht über 30 Jahre alt (bei Masterstudiengängen nicht über 35 Jahre alt). Studierende erhalten die Förderung zur Hälfte als Zuschuss und zur Hälfte als zinsloses Darlehen. Die Rückzahlung dieses Darlehens muss spätestens fünf Jahre nach der letzten Auszahlung beginnen. Entscheidend für eine Förderung während der gesamten Studienzeit ist ein zügiges Studium gemäß der Studienordnung. Denn wer nach der Zwischenprüfung oder dem vierten Fachsemester dem Amt für Ausbildungsförderung keinen Leistungsnachweis vorlegen kann, verliert seinen Anspruch auf weitere Unterstützung. Und auch wer seinen Diplom-, Staatsexamen-, Magister- oder Masterstudiengang erfolgreich abgeschlossen hat, kann danach keine weitere BAföG-Förderung in Anspruch nehmen. Die maximale Förderungsdauer richtet sich nach der Regelstudienzeit, die in der Studien- und Prüfungsordnung festgelegt ist. Hat man ein oder zwei Semester ohne BAföG-Förderung studiert, wird man deswegen nicht länger gefördert.

Frühzeitig den Antrag stellen

Deswegen ist es wichtig, den Antrag so früh wie möglich zu stellen, in der Regel zwei Monate vor Studien- oder Semesterbeginn. Die Ausbildungsförderung beginnt in dem Monat, in dem der Antrag gestellt wurde, frühestens jedoch zu Beginn des Monats, in dem die Ausbildung oder das Studium startet. Wer zum ersten Mal seinen Antrag stellt, sollte daher nicht warten, bis die Immatrikulationsbescheinigung vorliegt, sondern diese unverzüglich nachreichen, da die Berechnung sonst nicht erfolgt.
Inzwischen kann man den Antrag auch online stellen. Wichtig ist, hierbei zu beachten, dass beim Schüler-BAföG ggfs. der Wohnort der Eltern ausschlaggebend für die örtliche Zuständigkeit ist. Beim Ausfüllen des Online-Antrags sollte selbstverständlich sein, dass man sensible Daten nicht an einem öffentlichen Computer eingibt. Für dieses Wintersemester liegt der Höchstsatz für Studierende, die nicht mehr bei ihren Eltern wohnen, bei 735 Euro.

 

Links:
Bundesministerium für Bildung und Forschung: https://www.bafög.de
BAföG-Rechner: http://www.bafoeg-aktuell.de/bafoeg/bafoeg-rechner.html